Brand Bidding: Neue Richtlinien in Deutschland

Unternehmen dürfen jetzt auch den Markennamen des Konkurrenten als Keyword in der eigenen Adwords-Kampagne einbuchen. Das war bisher nicht möglich, weil es gegen die Richtlinien von Google war. Der Europäische Gerichtshof hat aber nun entschieden, dass es im Einklang mit dem bestehenden Markenrecht ist, wenn Unternehmen auf Suchbegriffe bieten, die den Handelsmarken anderer Unternehmen entsprechen (hier das Urteil). OTTO kann also jetzt auch das Keyword “Neckermann” einbuchen ohne Probleme zu bekommen, das Keyword darf allerdings nicht im Anzeigentext stehen. Stefan Tweraser, Deutschlandchef von Google,  sagt: “Die jetzt angekündigte Änderung ermöglicht es uns, unsere Richtlinien weltweit zu harmonisieren. Die Nutzer profitieren davon, weil sie mehr für sie relevante Anzeigen finden, wenn sie bei Google suchen.”

Selbstverständlich bleibt jedem Unternehmen die Möglichkeit, Beschwerde bei Google einzulegen, wenn ein anderes Unternehmen auf die eigene Marke bucht und dadurch mit seiner Anzeige die User verwirrt in dem beispielsweise die Landing Page den Eindruck erweckt, sie wäre die Webseite des Markeninhabers und der User könne auf dieser Seite diese Markenprodukte kaufen.

In anderen Ländern ist das bieten auf Brands von Konkurrenten übrigens schon länger erlaubt. In Kanada und den USA seit 2004, in UK seit 2008 und letztes Jahr kamen noch viele weitere Länder hinzu. Die Liste aller Länder gibt es hier: Google AdWords Hilfe.

Das heißt jetzt natürlich nicht, dass jeder zügellos Brand Bidding machen kann 😉

Die neue Richtlinie gilt in Deutschland ab dem 14. September 2010.


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